VOLKSWAGEN: VW MACHT GASTURBINENGESCHäFT VON MAN DICHT

Nach dem gescheiterten Verkauf der Sparte zieht der Autobauer drastische Konsequenzen. Von der Schließung sind laut Konzernkreisen 100 bis 140 Arbeitsplätze betroffen.

Der Autobauer Volkswagen sieht für das Gasturbinengeschäft seiner Tochter MAN Energy Solutions keine Zukunft. In einer Mitteilung vom Dienstagabend kündigte der Konzern die Schließung des Bereichs an. Die Kosten für die Abwicklung sind Teil eines größeren Pakets, das Volkswagen in diesem Jahr belasten wird. Die Wolfsburger mussten daraufhin ihre Prognose zurücknehmen.

Da sich aus Sicht von VW das Geschäft mit Gasturbinen nicht lohnt, hatte der Konzern die Sparte an die chinesische Gruppe CSIC Longjiang Guanghan Gas Turbine (GHGT) verkaufen wollen. Die Bundesregierung hatte den Deal aber nach einer intensiven Prüfung untersagt, da die Chinesen eng mit der lokalen Rüstungsindustrie verwoben sind. GHGT stellt unter anderem Getriebe für chinesische Zerstörer her.

Experten hatte daher gewarnt, dass die Technologie der Gasturbinen von MAN Energy Solutions auch für militärische Zwecke genutzt werden könnte. Das betreffe demnach nicht nur den Einsatz in Kriegsschiffen, sondern auch in Kampfjets und Drohnen, lauteten die Bedenken.

Nach dem Veto sieht VW offenbar keine Möglichkeit, dass Geschäft selbst entwickeln zu können. Von der Schließung sind laut Konzernkreisen 100 bis 140 Arbeitsplätze betroffen.

2024-07-09T22:36:00Z dg43tfdfdgfd