VW: MARKEN-BOSS SPRICHT VERBRENNER-KLARTEXT – „UNREALISTISCH“

Verbrenner-Aus – ja oder nein?

Obwohl der Entschluss bereits gefasst ist, flacht die Diskussion nicht ab. Die Gründe dafür sind vielfältig. Allen voran läuft es bei der E-Offensive nicht wie geplant, bei vielen Automobilherstellern wie VW sind die Verkaufszahlen noch nicht wie gewünscht. Preise und Ladeinfrastruktur spielen dabei auch eine Rolle. Doch das Verbrenner-Aus deshalb zu kippen? Dazu hat VW-Marken-Boss Thomas Schäfer eine klare Meinung.

VW-Markenboss: „Solche Forderungen springen zu kurz“

Die Meinungen sind kontrovers. Die einen fordern die Rücknahme des Verbrenner-Verbots, andere wollen mehr Flexibilität und wiederum andere halten die Rücknahme für unrealistisch. Zuletzt sorgte der Hauptgeschäftsführer der Niedersachsenmetall mit seiner Aussage für Aufsehen. Die Entscheidung müsse „korrigiert“ werden. „Wer will denn angesichts der tiefsitzenden Verbrauchervorbehalte gegenüber der E-Mobilität allein in Deutschland und Europa ernsthaft glauben, dass wir in absehbarer Zeit einen globalen Umstieg auf klimafreundliche Mobilität nur über Neuzulassen von E-Fahrzeugen schaffen?“, sagt Volker Schmidt gegenüber der „F.A.Z.“ (wir berichteten).

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Die Antwort auf die Frage? Die kommt vom Autobauer VW. Markenchef Thomas Schäfer positioniert sich im Interview mit der „Autogazette“ deutlich. „Solche Forderungen springen zu kurz. Die Autoindustrie ist eine langfristig investierende Industrie“, betont er. „Jetzt zu meinen, einfach auf die Pausentaste zu drücken, um dann irgendwann wieder zu starten, ist unrealistisch. Nicht nur für uns, sondern die gesamte Autoindustrie.“

VW hält an Zielen fest

Die E-Mobilität sehe Schäfer nicht in der Krise. Und das trotz schwächelnder Nachfrage in Deutschland. Schließlich habe es im ersten Quartal höhe Auftragseingänge in West-Europa gegeben. Schäfer beobachte, dass gerade „viel Stimmung gegen die E-Mobilität“ gemacht werde. Verbrenner seien in seinen Augen nicht die „bessere Lösung“. Im Gegenteil. E-Mobilität sei der richtige Weg „für das Klima“, aber auch für die Wirtschaft und die Kunden.

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Doch dass die Zurückhaltung bei den Kunden aktuell da sei, das kann auch Thomas Schäfer nicht leugnen. Woran das liegt? In seinen Augen zum einen an den gestoppten Förderungen. Aber auch an zu hohen Strompreisen. Ändern wolle VW die eigenen Absatzziele allerdings nicht. Es bleibe dabei: „Die Ziele stehen, sie sind mit einer entsprechenden Portfolioplanung hinterlegt“, betont er gegenüber der „Autogazette“.

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