DAUERTESTER SUNLIGHT CLIFF 590 4X4: BEWEIST SICH DER DAUERTEST-CAMPER IM OFFROAD-TEST?

Mit dem Cliffford-Dauertestwagen beim Offroad-Fahrtraining. Erstaunlich, was mit dem Allrad-Campingbus von Sunlight im Gelände so alles geht.

Sunlight bietet den Cliff 590 auf Basis Ford Transit nicht nur generell mit Allradantrieb an. Nein, das umtriebige Team lädt seine Kunden und Kundinnen auch dazu ein, bei einem Offroad-Fahrtraining die Grenzen des Fahrzeugs unter Anleitung auszuloten, um dann mit neuen Kenntnissen und Erfahrungen besser damit umgehen zu können. Beim ersten Fahrtraining, das planmäßig zweimal jährlich stattfinden soll, war die Redaktion eingeladen, mit dem Cliffford-Dauertester teilzunehmen.

Das ließen wir uns nicht zweimal sagen, schließlich verspricht "unser" Exemplar, dank zusätzlicher 17-Zoll-AT-Bereifung und 60-mm-Höherlegung ganz ordentliches Offroad-Talent zu haben. Also ging es freitagnachmittags auf die Autobahn. Ziel: das Offroad-Fahrgelände bei Biberach in Süddeutschland, das im renaturierten Teil einer Kiesgrube eingerichtet ist. Mehr zur Ausstattung des Dauertest-Sunlight gibt es hier.

Dort fanden sich allmählich acht Cliff 4x4 ein. Und sofort starteten zwischen den Besatzungen natürlich die Fachsimpeleien, über Vor- und Nachteile des Modells, und über Optimierungsmaßnahmen, die an den einzelnen Fahrzeugen von bereits vorgenommen wurden.

Upgrades der Offroad-Features

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Insbesondere natürlich über Modifikationen zur Verbesserung der Offroad-Eigenschaften – vom serienmäßigen Fahrwerk mit Standard-Winterreifen, über Exemplare mit unterschiedlicher AT-Bereifung bis zu höher gelegten Varianten um bis zu 100 mm war alles mit am Start. Beim gemeinsamen Barbecue-Abend kreisten die Gespräche voll Spannung darum, welche Passage des Offroad-Geländes wohl mit welchem Fahrzeug noch machbar sein wird – und welche nicht.

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Nach einer theoretischen Einführung in das Offroad-Fahren durch die beiden Instruktoren des Veranstalters TUFA ging es am Samstagmorgen ins Gelände. Aufgeteilt in zwei kleinere Gruppen war bei strahlendem Sonnenschein reichlich Zeit für detaillierte Einweisungen in die einzelnen Passagen und ihre Herausforderungen, für Rückfragen der Teilnehmer und vor allem für das Fahren selbst.

Schrägfahrt, Auf- und Abfahrten

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Schon beim ersten Hindernis, der Schrägfahrt, rutschte nicht nur manchem Beifahrer das Herz in die Hose, auch wenn der Neigungswinkel von außen noch gar nicht so spektakulär wirkte. Doch einschätzen zu können, bis zu welcher Schräglage man noch sicher unterwegs ist, kann beim Offroad-Fahren im Extremfall mindestens das Fahrzeug, wenn nicht gar das Leben retten.

Steile Auf- und Abfahrten, teils auf losem Untergrund, gehören ebenfalls ins Offroad-Repertoire. Bevor die Gruppe diese Trainingseinheit anging, galt es aber zunächst den geordneten Rückzug zu üben. Denn wenn eine Steigung partout nicht zu schaffen ist, sollte man wissen, wie man wenigstens rückwärts heil wieder herunterkommt. Im Anschluss meisterten die Teilnehmenden nach und nach so manche steile Auf- und Abfahrt, die sie sich – und ihrem Fahrzeug – vor dem Training garantiert nicht zugetraut hätten.

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Besonders eindrucksvoll ist das Befahren der Verschränkungsstrecke, wenn das Fahrzeug "Pfötchen gibt", sprich wechselweise einzelne Räder in die Luft streckt. Hier lässt sich besonders gut demonstrieren – und lernen – wie moderne Allradsysteme funktionieren und wie man damit umgehen muss. Ohne die klassischen mechanischen Differenzialsperren muss die Steuerung erst erkennen, dass ein einzelnes Rad durchdreht, also keine Traktion mehr hat, um dann gezielt durch Bremseingriff die Kraft auf die anderen Räder umzuleiten. Scharrende Reifen sind dabei kurzzeitig unvermeidlich, um das Fahrzeug aus der misslichen Lage zu befreien.

Serien-Cliff und Extra-Offroad-Ausstattung

Dem Cliff 4x4 ohne Höherlegung und AT-Bereifung wurde diese Tortur erspart, um bleibende Schäden beim Aufsetzen zu vermeiden. Als einer der neuralgischen Punkte kristallisierte sich an anderer Stelle, nicht nur bei diesem Fahrzeug, allerdings die elektrische Trittstufe heraus. Sie ist der tiefste Punkt zwischen den Achsen und obendrein nicht besonders stabil gebaut. Schon bei einem leichten Aufsetzen kann sie sich so verziehen, dass die schubladenartig ausfahrende Stufe blockiert ist. Wer wirklich ins Gelände fahren will, schraubt sie deshalb besser vorher ab und benutzt zum Einsteigen eine separate Trittstufe.

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Dennoch schlug sich der Serien-Cliff 4x4 erstaunlich gut. Auf der Strecke durch das Birkenwäldchen, die einen geradezu in Skandinavien wähnen lässt, und die mit engen Durchfahrten zwischen den Baumstämmen und tiefen Matschkuhlen gespickt ist, konnte den Cliff 4x4 trotz Standardbereifung nichts aufhalten.

Wasserdurchfahrt zum Schluss

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Den krönenden Abschluss des Tages bildete eine furtartige Wasserdurchfahrt. Die Vorfreude aufs Planschen dämpfte Instruktor Marco allerdings im Vorfeld ganz gezielt, indem er erläuterte, was dabei alles schiefgehen kann und welche Probleme durch eindringendes Wasser an Motor und Elektronik auftreten können.

Er endete mit der Empfehlung, Wasserdurchfahrten, wenn möglich, lieber zu vermeiden. Beim anschließenden praktischen Teil konnten sich die Piloten dennoch ein Lächeln nicht verkneifen, denn durch etwa 50 cm tiefes Wasser zu fahren, ist schon ein ungewöhnliches Erlebnis.

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