Erst die Rate runter, dann die Kilometer verdoppelt. Der BYD Seal U kostet bei Carwow nur noch 249 Euro im Monat. Mit Panoramadach, Head-up-Display und 6 Jahren Garantie. Der Tiguan? Über 100 Euro teurer.
BYD macht Ernst. Innerhalb weniger Wochen ist der Seal U von 265 Euro auf 249 Euro gefallen. Gleichzeitig haben die Chinesen die Kilometerfreigabe von 5.000 auf 10.000 verdoppelt. So aggressiv drückt sonst niemand in den deutschen Markt.
Der Deal läuft bei Carwow. Keine Anzahlung, Leasingfaktor 0,62, 990 Euro Überführung. Der VW Tiguan eHybrid kostet über 100 Euro mehr im Monat. Mit weniger Ausstattung und kürzerer Garantie.
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Alle Leasing-Angebote bei Netzwelt werden von Auto-Experten geprüft. Wir haben keine Lust auf Quatsch-Deals und du sicher auch nicht. Deshalb rechnen wir jeden Deal selbst nach und vergleichen den Leasingfaktor mit ähnlichen Angeboten am Markt. Wir prüfen, ob Leasing überhaupt Sinn macht oder ob ein Kauf günstiger wäre. Wir schauen uns an, was die Konkurrenz für das gleiche Geld bietet. Und wir checken die Autos redaktionell, bevor wir sie empfehlen. Hier is das Ergebnis.
BYD hat den Deal innerhalb von zwei Wochen deutlich verbessert.
| Altes Angebot | Neues Angebot | |
|---|---|---|
| Monatsrate | 265 € | 249 € |
| Kilometer/Jahr | 5.000 km | 10.000 km |
| Überführung | 1.290 € | 990 € |
| Leasingfaktor | 0,76 | 0,62 |
| Gesamtkosten | 14.010 € | 12.942 € |
Das sind über 1.000 Euro weniger bei doppelter Kilometerleistung. Für Pendler macht das den Unterschied. 5.000 Kilometer im Jahr sind etwa 14 Kilometer am Tag. Damit kommt man nicht weit. Mit 10.000 Kilometern sind es 27 Kilometer täglich. Das reicht für die meisten Arbeitswege.
Einfach Rechnung: 48 Monate mal 249 Euro ergibt 11.952 Euro. Dazu kommen 990 Euro Überführung. Das macht 12.942 Euro Gesamtkosten über vier Jahre. Geteilt durch 48 Monate ergibt das eine effektive Rate von 269,63 Euro.
Der Listenpreis des Seal U DM-i Boost liegt bei 39.990 Euro. Daraus ergibt sich ein Gesamtleasingfaktor von 0,67. Alles unter 0,8 gilt als gut, unter 0,7 als sehr gut. Der Deal liegt also im sehr guten Bereich.
Plug-in-Hybride verlieren in vier Jahren etwa 50 bis 60 Prozent ihres Werts. Beim Seal U wären das 20.000 bis 24.000 Euro. Die Leasingkosten von knapp 13.000 Euro liegen deutlich darunter. Das Restwertrisiko trägt der Leasinggeber.
Der Tiguan hat das bessere Argument für Pendler: 120 Kilometer elektrische Reichweite gegen 80 beim BYD. Wer täglich 50 Kilometer zur Arbeit fährt, kommt mit dem VW hin und zurück. Beim Seal U wird es knapp.
Dafür kostet der Tiguan über 100 Euro mehr im Monat. Und wer Panoramadach, Head-up-Display und 360-Grad-Kamera dazubucht, landet schnell bei über 2.000 Euro Aufpreis. Beim BYD ist das alles Serie. Die sechs Jahre Garantie gegen zwei beim VW sprechen ebenfalls für den Chinesen.
| BYD Seal U DM-i | VW Tiguan eHybrid | |
|---|---|---|
| Leasingrate | 249 € | ab 350 € |
| Leasingfaktor | 0,62 | ca. 0,75 |
| Antrieb | Plug-in-Hybrid | Plug-in-Hybrid |
| Leistung | 218 PS | 204 PS |
| E-Reichweite | 80 km | 120 km |
| Panoramadach | Serie | 1.365 € Aufpreis |
| Head-up-Display | Serie | 750 € Aufpreis |
| 360-Grad-Kamera | Serie | Aufpreis |
| Sitzbelüftung | Serie | nur mit Lederpaket |
| Garantie | 6 Jahre | 2 Jahre |
Die erste Begegnung mit dem Seal U findet auf einem Supermarktparkplatz statt, und der SUV wirkt größer als erwartet. Die Tür schließt mit sattem Klacken, kein Blech klappert nach.
Innen empfängt einen viel Kunstleder und der typische Neuwagen-Geruch. Die Sitze sind straff, bieten aber guten Seitenhalt. Das 15,6-Zoll-Display dominiert das Cockpit. Es lässt sich per Knopfdruck zwischen Hoch- und Querformat drehen. Hochformat für Navigation, Querformat für Medien. Anfangs dachte ich: Spielerei. Nach einer Woche wollte ich es nicht mehr missen.
Im Eco-Modus rollt der Seal U nahezu lautlos vom Hof. Der Elektromotor übernimmt die ersten Kilometer komplett, der Verbrenner bleibt stumm. Erst bei stärkerem Gas schaltet sich der 1,5-Liter-Motor zu. Das fällt akustisch auf: ein surrendes Geräusch dringt in den Innenraum, nicht unangenehm, aber präsent.
Die 218 PS reichen locker für zügiges Mitschwimmen im Verkehr. Sprint-Ambitionen hat der BYD nicht, aber das Drehmoment von 300 Nm steht sofort zur Verfügung, was sich im Stadtverkehr flotter anfühlt als die Zahlen vermuten lassen. Die Lenkung dreht bei Stadtgeschwindigkeit leicht und wird auf der Landstraße spürbar direkter. Das Fahrwerk schluckt Schlaglöcher anstandslos, nur grobe Querfugen rumpeln durch.
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Hinzu kommt der steuerliche Aspekt, der vor allem für Dienstwagen-Nutzer relevant ist: Plug-in-Hybride werden bei der Dienstwagenbesteuerung privilegiert behandelt. Statt einem Prozent des Bruttolistenpreises pro Monat - wie bei konventionellen Verbrennern üblich - fällt bei Plug-in-Hybriden mit einer elektrischen Reichweite von mindestens 80 Kilometern (wie beim Seal U DM-i) nur ein halbes Prozent als geldwerter Vorteil an. Bei einem Listenpreis von 42.990 Euro macht das monatlich etwa 215 Euro statt 430 Euro - eine Ersparnis von rund 2.580 Euro pro Jahr. Für Selbstständige und Gewerbetreibende lassen sich zudem die Leasingraten als Betriebsausgaben geltend machen.
BYD packt vieles in die Basis, was bei deutschen Herstellern Aufpreis kostet. Das fängt beim 15,6-Zoll-Touchscreen an, der sich drehen lässt. Im Hochformat passt mehr Navigation aufs Display, im Querformat sieht man Videos besser. Die Benutzeroberfläche reagiert flott auf Eingaben.
Der Seal U passt für Dienstwagenfahrer. Die 80 Kilometer E-Reichweite erfüllen die Anforderung für die 0,5-Prozent-Versteuerung. Bei einem Listenpreis von 39.990 Euro bedeutet das etwa 200 Euro geldwerter Vorteil statt 400 Euro bei einem reinen Verbrenner. Das spart über das Jahr gerechnet ordentlich Steuern.
Der Deal passt auch für Pendler mit Wallbox. Wer täglich unter 80 Kilometer fährt und zu Hause lädt, fährt fast kostenlos zur Arbeit. Der Benziner bleibt aus, der Stromverbrauch liegt bei etwa 21 kWh auf 100 Kilometer.
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Für Familien bietet der Seal U 425 Liter Kofferraum. Bei umgeklappten Sitzen sind es 1.440 Liter. Im Fond haben auch größere Passagiere genug Platz.
Der Deal passt nicht für Fahrer, die Dynamik erwarten. Das Fahrwerk ist weich, die Lenkung indirekt. Wer sportlich fahren will, wird enttäuscht. Auch für Langstrecken-Pendler mit über 100 Kilometer Arbeitsweg täglich ist der Tiguan mit seinen 120 Kilometern E-Reichweite die bessere Wahl. Und wer Wert auf deutsche Marken legt, wird mit dem chinesischen Logo nicht glücklich.
Der ADAC hat bislang keinen eigenen Test speziell zum Plug-in-Hybrid-Modell Seal U DM-i veröffentlicht, sondern nur die vollelektrische Variante des Seal U unter die Lupe genommen. Dort lobt der Automobilclub die wertige Verarbeitung und umfangreiche Serienausstattung, kritisiert aber deutlich die Fahrwerksabstimmung: Die Lenkung arbeite gefühllos und entkoppelt, die Fahrstabilität sei verbesserungswürdig, und die Vorderräder seien beim starken Beschleunigen auf nasser Fahrbahn überfordert.
Als Familienkutsche sei der Seal U mehr auf Entspannung getrimmt als auf Sport, wirke weich und zeige bei sportlichen Ambitionen deutliche Schwächen in der Fahrstabilität. Insgesamt erfordere der BYD Seal U selbst angesichts des attraktiven Preises zahlreiche Zugeständnisse und sei von den besten Konkurrenten noch ein gutes Stück entfernt.
Beim Plug-in-Hybrid dürften ähnliche Einschränkungen gelten, zumal unabhängige Tests ebenfalls das zu weiche Fahrwerk und die indirekte Lenkung monieren. Wer Wert auf dynamisches Fahren legt, wird mit dem Seal U DM-i nicht glücklich. Wer hingegen komfortables Gleiten und pragmatische Mobilität zum günstigen Preis sucht, kann über die fahrdynamischen Schwächen hinwegsehen.
Wichtiger Hinweis: Die hier vorgestellten Leasing-Angebote und Konditionen wurden sorgfältig recherchiert (Stand: 19.01.2026), stammen jedoch von den jeweiligen Händlern oder Leasingplattformen. Preise, Verfügbarkeiten und Ausstattungsdetails können sich kurzfristig ändern. Netzwelt tritt nicht als Vermittler auf und übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Angaben. Prüfe bitte alle Details und Konditionen vor einem Vertragsabschluss noch einmal direkt beim jeweiligen Anbieter.
2025-11-05T13:15:29Z